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Weisser Stein auf schwarzen Kopf

Von Christian Zerbib aus dem Französischen von Sigrid Siassia
Mit William Nadylam
Margrit Sartorius
Siemen Rühaak

Ein Theaterstück, so kompakt, so spannend: ein Krimi. Und gleichzeitig hoch-politisch und sozial brisant. Und „die Geschichte einer Ehe“, intensiv und erotisch. Christian Zerbib, der Autor, ist französischer Drehbuchautor und Filmregisseur mit allen Qualitäten, die das beinhaltet: obwohl das Stück auch etwas von einer griechischen Tragödie hat, kommt es doch ganz leichtfüssig, fast beiläufig daher. In einer, mit wunderschönen, lyrischen Bildern, aber auch in seiner Deutlichkeit kräftigen Sprache. „...dein Gesicht in meinen Hànden halten, wie man einen Kelch mit einem kostbaren Getränk hält...“

„...ich habe seit Jahren keine Liebe mehr gemacht, weder mit ihm noch im einem anderen... ich wage es kaum auszusprechen...“
Das Stück führt uns, wenn wir meinen: „jetzt haben wir verstanden“ immer wieder auf’s Glatteis, in andere Abgründe der menschlichen Seele, dennoch mit ganz viel Sympathie, ja: Liebe für die drei Akteure.

Die Handelnden, das sind Marie, Charles und Magellan, ein schöner, grosser Schwarzer, ein Tischler, der Fenster und Türen zimmert, „...um hineinzugehen, um hinauszugehen... das ist es, was den Weg in die Welt öffnet: eine Tür, ein Fenster...“
Ein Weit-gereister, aber mittelloser Outlaw, dessen Zauber die End-Dreissigerin Marie verfällt.
Kurz vor dem Einschiffen, zurück in den geregelten Alltag, wittert Marie in dieser Begegnung die Chance, sich sowohl aus ihrem Beamten-Dasein- sie arbeitet sehr erfolgreich für den Staat- wie auch aus der längst eingefahrenen, inzwischen leidenschaftslosen, kinderlosen Ehe mit ihrem 20 Jahre älteren Mann Charles zu befreien... Charles, Psychiater, erfolgreich bei der Resozialisierung drogenabhängiger Jugendlicher, hat nicht gemerkt, wie in so vielen Ehen, dass er Marie nur noch als seinen selbstverständlichen Besitz angesehen hat.
Nun treiben alle eingeschlafenen Emotionen Blüten. Und ganz langsam fangen wir an zu begreifen, dass hier ein Mord geschehen ist... Aber wer ist der Mörder?!
Und der Zuschauer/ die Zuschauerin wird mitgerissen, mit hinein gezogen als wär’s ein Stück von ihm...

Bios

William Nadylam
Internationaler Film- und Theaterschauspieler. Spielte im letzten Jahr zum ersten Mal in Deutsch, in einer Produktion des „Theater am Neumarkt“ in Zürich und wurde von der europäischen Kritik einhellig gefeiert als „Hamlet“ in der Inszenierung von Peter Brook.
Das Stück „Weisser Stein auf schwarzen Kopf“ hat Christian Zerbib für ihn geschrieben. www.nadylam.com

Margrit Sartorius
War schon als Kind ein Star in der ehemaligen DDR. Nach einer Ballett- in Berlin und Schauspiel- Ausbildung in Leipzig und ersten Engagement am Staatsschauspiel Dresden und Berlin, spielte Margrit Sartorius auch in Frankreich und Italien. 2008 sang , tanzte und spielte sie in Barcelona beim „Festival internacional de Dansa“. In Film und Fernsehen war sie in sehr guten Rollen zu sehen, so als „Thea Sonnabend“ in der Fernseh-Serie „Dr. Martin“.
www.margrit-sarorius.de

Siemen Rühaak
Hat an vielen grossen deutschen Theatern Hauptrollen gespielt, u.a. am Hamburger Schauspielhaus und an den Münchner Kammerspielen, war in Kino-Produktionen erfolgreich (z.B. Vadim Glowna’s „Desperado City“) bekam für seine Darstellung im Fernseh-Mehrteiler „Nur eine kleine Affäre“ den Grimme- Preis, und mit dem Stück „Gottes vergessene Kinder“ den preis der Inthega. Mit Christian Zerbib drehte er in Frankreich einen Aufsehen erregenden Kino-Film über Doping: „Dernier Stade“.
www.siemen-ruehaak.de


Technik
Stückdauer 2 h – ca. 50 min vor und nach der Pause

Stückdauer 1.45- ca. 45 min vor der Pause

Darsteller Margrit Sartorius, William Nadylam und Siemen Rühaak

Musiker Robert Stöckle

Regie Siemen Rühaak

Techniker Michael Wünsch

Maske/Kostüme Jule Bauer

Equipment heller Aushang, Ton/Licht-Anlage mit Hall

Das Stück kann auf jeder Bühne gespielt werden

Preis: 4900 Euro ohne Anfahrt- und Übernachtungsspesen

Spielzeit auf Anfrage